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Das Wort "Emotion" stammt aus der lateinischen Sprache
und bedeutete bewegen oder aufwühlen. Auch das Wort
"Motor" leitet sich daraus ab.

Ereignisse in der Außenwelt , aber auch die eigenen
Gedanken und Vorstellungen bringen uns in einen
bestimmten "emotionalen Zustand", der entweder als
angenehm oder unangenehm empfunden wird.

Erfahrungen sind mit Gefühlen verbunden und werden
so in einem "emotionalen Speicher" abgelegt. Werden wir,
z.B. durch ein Lied, das zufällig im Radio gespielt wird,
an eine bestimme Erfahrung aus unserer Vergangenheit
erinnert, führt uns das in den gleichen emotionalen
Zustand und wir glauben, diese Situation noch einmal
zu erleben.

Das gleiche Ereignis kann völlig unterschiedlich wahrgenommen werden und zu verschiedenen emotionalen
Zuständen führen. Denken sie an ein Fußballspiel, dessen Ergebnis bei manchen Zuschauern zu Freude,
bei anderen zu Trauer oder Frustration führen kann. Die emotionale Reaktion ist also vom eigenen Standpunkt,
von der persönlichen Sichtweise abhängig und somit auch veränderbar.

Es gibt nur zwei Motive für Veränderungen: "hin zu" bzw. "weg von"

Emotionen bewegen und zeigen uns eine Richtung. Eine positive Anspannung, Neugier oder Freude motiviert,
während Angst oder Schmerz eher abhalten oder Handlungen verhindern. Die Bedeutung von Emotionen ist
individuell immer sehr verschieden und abhängig von der jeweiligen Person, deren Erfahrung und Sichtweise
und von den äußeren Umständen.

Erfahrungen oder Ereignisse erhalten erst durch unsere persönliche Wertung eine Bedeutung und führen
dann zu angenehmen bzw. unangenehmen Emotionen. Wir neigen sehr dazu uns selbst oder persönliche
Erfahrungen eher negativ zu bewerten.

Freude:

In allem was wir mit Freude tun leben wir unsere Werte. Freude zeigt unseren Weg, gibt uns die Richtung
an, die zu Zufriedenheit, Erfolg und einer höheren Lebensqualität führt. Früher wurde versucht Freude aus
manchen Lebensbereichen zu verbannen, z. B. in der Schule oder im Beruf, was den damaligen
gesellschaftlichen Wertvorstellungen entsprach.

  Schmerz:

Schmerz kann mehrere Bedeutungen haben. Er verhindert Verletzungen, hält uns von bestimmten Verhalten
ab, kann aber, wenn er als Druck wahrgenommen wird, auch bewegen. Ohne Druck würden viele
unangenehme Dinge nicht erledigt werden.

Angst:

Angst ist sehr vielschichtig, es gibt berechtigte und unberechtigte Angst. Angst ist überlebensnotwendig und
schützt vor bedrohlichen Situationen oder unangemessenen Reaktionen. Wir haben jedoch vielfach Angst vor
Dingen und Umständen, die nie eintreffen. Angst kann auch eine Blockade sein, die uns abhält das eigene
Leben entsprechend der persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zu leben.

Wut:

Wut ist ein Gefühl, das zusätzliche Kräfte mobilisiert und ist meist ein Abwehrverhalten. Auch Wut kann
überlebensnotwendig sein und verhilft den eigenen Standpunkt zu verteidigen oder Bedürfnisse durchzusetzen,
sie kann aber auch zu unangemessenen Reaktionen führen. Oftmals ist Wut ein Sekundärgefühl, die Folge von
nicht gelebter Trauer.

Ärger:

Ärger ist eine Reaktion auf Ereignisse oder Personen, die unseren Vorstellungen widersprechen oder uns
abzuhalten scheint, eigene Wünsche umzusetzen. Ärger entsteht auch, wenn wir das Gefühl haben nicht
genügend respektiert oder anerkannt zu werden.